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Internationales Gitarrenfestival Freiburg
vom 23. September bis 2. Oktober 2011

Organisation: Association guitare passion, cp 126, CH-1709 Fribourg - Suisse Français Deutsch English

Espace Tinguely

Trio Rencontre


China, Libanon, Schweiz

Trio Rencontre

Lingling YU (Pipa)

Lingling YU wurde im Süd-Westen Chinas in Hangzhou - dem Ausgangspunkt der Seidenstrasse in der Nähe von Shanghai - geboren. Sie macht ihre ersten musikalischen Schritte im Alter von acht Jahren. Mit 13 Jahren verschreibt sie sich voll und ganz der Pipa und wird beim Eintrittsexamen zum zentralen chinesischen Konservatorium mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Später tritt sie ins nationale chinesische Konservatorium ein, wo sie das Diplom erlangt.

1985 wird sie zur Dozentin an der Universität Qing Hua, Beijing, ernannt, wo sie bis 1997 unterrichtet. 1988 gewinnt sie in Peking den nationalen Wettbewerb für traditionelle chinesische Musik. Zusammen mit ihrem Lehrer Dehai LIU, dem grössten Meister der Pipa, der auch als ein bedeutender Komponist gilt, reist sie durch China wo sie Pipa spielt und lehrt. Sie bereist auch die Philippinen, wo sie ebenfalls Pipa lehrt und in verschiedenen Städten Konzerte gibt.

Sie studiert mit anderen bedeutenden Pipa Musikern wie Jieli LUO, Fandi WANG und Weixi SUN, die ihr die Gelegenheit geben, ihr Wissen und ihr Repertoire zu vergrössern. Um die Zusammenhänge zwischen östlicher und europäischer Musik zu erforschen, kommt Sie 1998 in die Schweiz, wo Sie mit Jean Balissat am Konservatorium von Lausanne Orchestration studiert.

Sie gibt regelmässig Konzerte (als Solistin und mit verschiedenen chinesischen, europäischen und Welt- Musik Ensembles) traditioneller und klassischer chinesischer sowie zeitgenössischer Musik (John Cage, Manuel De Falla, John Adams, György Kurtag, Frangis Ali-Sade, Melissa Hui, Dehai Liu, Dun Tan, Yi Chen, Wenchen Qi, Chaoming Tung, Marc-André Rappaz, Biao Chen, Fernando Garnero, Mahmoud Turkmani, Yu Tao), und improvisiert in verschiedenen Schweizer Städten sowie in anderen europäischen Zentren und auch ausserhalb Europas. An verschiedenen Radios und am Schweizer und marokkanischen Fernsehen werden ihre Konzerte ausgestrahlt. Radio-Sendungen in China, Schweiz, Frankreich, Deutschland und Kanada wurden ihr speziell gewidmet.

1999 erscheint ihre erste CD traditioneller Musik solo «Der Schwan» in der Schweiz.

Seit Oktober 2000 studiert sie Harmonie bei Pierre Studer, Contrepoint bei Kurt Sturzenegger, und Orchestration mit Xavier Dayer, Improvisation bei David Dolan und Marco Ferrari, und besucht Vorlesungen für Komposition bei Nicolas Bolens und Eric Gaudibert am Konservatorium von Genf.

2001 gründet sie das Ensemble ETC. 2003 kommen die Ensembles YET Trio (Improvisation, Pipa, Saxophon, Kontrabass) und das Dragon Ensemble hinzu. Das Rencontre Trio (Pipa, Gitarre, Arabische Laute) und das DaoTrio (Jazz-Improvisation) entstehen 2005. 2007 findet das erste Konzert des Yu- Demenga-Molinari Trios (Pipa, Cello, Klarinette) statt.

Christoph Borter (Gitarre)

Der Berner Gitarrist Christoph Borter hat den Ruf eines talentierten und vielseitigen Gitarristen. Seine Studien absolvierte er bei Stephan Schmidt an der Hochschule der Künste in Bern und bei Alberto Ponce an der Ecole Normale de Musique in Paris.

Christoph Borter gehört zu den wenigen Schweizer Gitarristen, die an internationalen Gitarrenwettbewerben Erfolge erzielen konnten. So gewann er unter anderem den 1. Preis am bedeutenden internationalen Gitarrenwettbewerb «Printemps de la Guitare» in Belgien.

Er konzertiert regelmässig in diversen Besetzungen in der Schweiz und im Ausland und hat als Solist mit verschiedenen Orchestern das berühmte Concierto de Aranjuez von Joaquin Rodrigo bereits ein Dutzend Mal aufgeführt und mit dem Orchestre Royal de Wallonie eine der wenigen Live Aufnahmen dieses Werkes realisiert.

Christoph Borter hat im März 2004 das ihm gewidmete Gitarrenkonzert von Biao Chen mit dem Ensemble Contrechamps in Genf uraufgeführt.

Im Jahr 2004 hat Borter die Konzertreihe «Gitarrenkonzerte Bern» ins Leben gerufen. In den jährlich vier Konzerten präsentieren sich Gitarristen oder Spieler eines verwandten Instrumentes dem Berner Publikum.

Christoph Borter hat Lehraufträge an der Musikschule Konservatorium Bern und an der Hochschule der Künste Bern.

Mahmoud Turkmani (Oud und Gitarre)

Der Komponist, Gitarren- und Oudspieler Mahmoud Turkmani stammt aus Halba im Libanon, wo er als Jugendlicher in verschiedenen Formationen musizierte, wie der eigenen Band «Rabija» und in der Folk-Band «Willada».

Da es ihm nicht möglich war, im Libanon Musik zu studieren, ging er nach Moskau, wo er an der State Academy of Arts ein Gitarrendiplom erwarb. Er führte seine Studien bei Oscar Ghiglia (1989/90, Konservatorium Basel), Juan Carmona (1991/92, Flamenco Programm, Andalusia) und speziell bei Professor Stephan Schmidt (1994-97, Konservatorium Bern) weiter. Stephan Schmidt war es dann auch, der Mahmoud Turkmani ermunterte, seine eigene musikalische Sprache zu entwickeln, die, basierend auf seinem multi-kulturellen Hintergrund, eine eigenständige Form und Ausdruckskraft fand. Inzwischen entstanden einige Kompositionen für Gitarrenquartett, für Oud und Gitarrentrio, für Oud und Kontrabass, Gitarre und Perkussion, ein Streichquartett sowie ein Werk für Blockflötenensemble und Oud, die alle aufgeführt und zum Teil auf CD herausgebracht wurden (ENJA-Records, München) Weitere Werke für andere Instrumental-Besetzungen sind: eine Komposition für Cello und Klarinette, ein Trio für Cembalo, Viola da Gamba und Blockflöte für das «Ensemble Aspecte». Ein Orchesterwerk für ein arabisch-europäisches Ensemble mit Chor und Solo-Sänger/innen nach dem Buch «Der Prophet» von Khalil Gibran.

Carlo Ciceri (Komponist)

Carlo Ciceri ist 1980 in La Spezia (Italien) geboren. Er ist diplomierter Pianist (La Spezia), Musikwissenschafter (Cremona) und Dirigent für zeitgenössische Musik. Er hat sich auch bei G. Bernasconi am «Conservatorio della Svizzera Italiana» (Lugano) ausbilden lassen. Zusätzlich hat er bei J.Baboni-Schilingi, N. Vassena et G. Verrando das Komponieren gelernt und mehrere Meisterklassen besucht (Ircam, Acanthes, Impuls Akademie), wo er unter anderen B. Ferneyhough, B. Furrer, S. Sciarrino und K. Huber kennengelernt hat. Er wurde mit dem «Ensemble Maderna Kompositionspreis» und dem «Gianni Bergamo Classic Music Award» ausgezeichnet. Seine Werke werden unter anderem vom Ensemble Catrall, dem Ex-novo Ensemble und dem Ensemble Recherche aufgeführt.

Huasong Qiao (Komponist)

Huasong Qiao ist 1982 in der Inneren Mongolei (China) geboren. 19 hat er mit Gitarre- und Klavierstunden angefangen, ab 1998 lernte er auch das Komponieren. Später wurde er in der Abteilung Komposition des Tianjin Conservatory of Music aufgenommen. Dort liess er sich bei Gao Yansheng et Oleksandr Krasotov ausbilden. Seit 2004 studiert er bei Professor Qin Wenchen und konnte 2006 in die Meisterklasse des Central Conservatory of Music eintreten.

Zu seinen neusten Werken gehören: «Seven Languages» ( für Flöte, Oboe, Klarinette, Geige, Viola, Cello und Schlagzeug ); «Qiu Hua Qing Feng» ( für ein Streichquartett); «Song of Falling leaves» (für Flöte und Klavier); «Echo», symphonie No 1; «Ablare Sound and Silent Color» (für Quqin und vier Cellos); «Archaic China» (incidental music of 3D newsreel).

Chung-Shih Hoh (Komponist)

Der aus Singapur gebürtige Chung Shih Hoh machte seine Ausbildung als Komponist am dortigen Raffle Junior College sowie am King's College in London, wo er die „ first class honours“ in Komposition und Analyse erhielt. Zurück in Singapur widmete er sich der musikalischen Erziehung und befasste sich mit der Tradition chinesischer Volksmusik. Während dieser Zeit lernte er bei Meister Ji Ziqun Quqin spielen, die 7-saitige chinesische Zither. Er absolvierte eine weitere Ausbildung als Komponist an der Universiät von Buffalo und in New York beschäftigte er sich mit Computer-Musik.

Er hat mit namhaften zeitgenössischen Musikern aus Asien, Europa und Amerika zusammengearbeitet wie Nicholas Isherwood (FR), the Meridian Arts Ensemble (USA), Sigune von Osten (DE), Wuwei (China), Quake - chamber ensemble (USA), Neue Vocalsolisten Stuttgart (DE), EXAUDI vocal ensemble (GB), Slee Sinfonietta (USA), Andy Laster (USA). Zudem hat er auch an zahlreichen Festivals in den USA, in Singapur, Europa und Mexiko teilgenommen. Seine Kompositionen sind ein Ausloten der Schnittstellen zwischen Avantgarde und Experimentalmusik sowie internationaler zeitgenössischer Musik und traditioneller chinesischer Volksmusik.