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Wie bei vielen Musikern liegt auch bei Cheo Hurtado der Schlüssel zur Virtuosität in der Kindheit. Im Alter von sieben Jahren hat ihn sein Vater, Ramon Hurtado, ein bekannter Gitarrist und Komponist aus Venezuela, in die Musik eingeführt. Da er aus Ciudad Bolivar in der Gegend von Llanos stammt, lässt er sich von der traditionellen Musik aus diesem Gebiet inspirieren, dem Joropo und versucht das dort typischste Instrument zu beherrschen: den Cuatro. Der Cuatro ist eine kleine Gitarre mit 4 Saiten, dem brasilianischen Cavaquinho verwandt und aus der iberischen Harfe hervorgegangen.
Mit 13 beherrscht Cheo sein Instrument so perfekt, dass er 1973 den ersten Preis beim nationalen Festival von Cuatro davonträgt. Ab 1975 ist er während 8 Jahren Lehrer für Cuatro, Gitarre und Mandoline im Kulturzentrum von Ciudad Bolivar und gründet nebenbei das Studentenensemble «Carlos Raul Villanueva». Aber als geborener Musiker genügte ihm seine Beschäftigung als Musiklehrer nicht. Er wird Mitbegründer einer Gruppe im venezuelischen Guyana, der Cuerda de Carmito, die traditionelle Musik spielt, und schliesst sich dem Angortura Orchestra de Juanito Arietas als Bassist an. 1985 zieht er nach Caracas, wo er das Gurrufio-Ensemble gründet, und bringt so die Musik des Llanos der ganzen Welt näher. Auf der Suche nach neuen Wegen stösst er auf die Pop-Gruppe «Un solo Pueblo», und dirigiert die Orchester Costa Caribe und Bandolas aus Venezuela.
Es gibt nur wenige Saiteninstrumente, die für Cheo Hurtado noch Geheimnisse haben. Seine Beherrschung des Cuatro geht so weit, dass er dazu beigetragen hat die Möglichkeiten des Instrumentes zu erweitern, indem er dem Instrument zusätzliche Bünde zugefügt hat um sich ein subtileres Spiel zu ermöglichen. Er gilt als Spezialist der guyanischen Musik Joropo, aber er spielt auch Guasa, Aguinaldo, Parranda, Walzer, Navideno und Calypso. Dank seines Improvisationstalentes hat Cheo Hurtado dazu beigetragen diese Musikstile weiterzuentwickeln, indem er ihnen Elemente des Jazz oder Pop einverleibt hat.
Beispiele aus seiner Discograhpie sind: «Sin Fronteras» (1991), «Musique De L'orénoque» (1997), «Compadre Pancho» (2000) oder «Cuatro arpas y un cuatro» (Tropical Music, 2001).
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